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Zahnarztpraxis

Dr. med. Carmen Kannengießer M.Sc.

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Rückenschmerzen und Fehlbiss

Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) als Ursache chronischer Schmerzen

Eine Cranio-Mandibuläre Dysfunktion, kurz CMD genannt, bezeichnet eine Fehlstellung zwischen dem Schädel (Cranium) und Unterkiefer (Mandibula) – häufig mit Auswirkungen auf die gesamte Statik von der Halswirbelsäule abwärts bis zu den Füßen. Wenn der Biss nicht stimmt, kann es zu verschiedensten Symptomen, wie Kiefergelenkknacken, Kopfschmerzen, Migräne, Tinnitus, aber eben auch zu Verspannungen und Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule und des gesamten übrigen Bewegungsapparates kommen. Hinzukommende Stresssituationen können die Symptomatik deutlich verstärken. 
Die Ursache chronischer Schmerzen kann in vielen Fällen nicht gefunden 
werden. Patienten bringen o.g. Symptome nicht in Verbindung mit ihren Zähnen bzw. ihrem Fehlbiss. Die Behandlung erfolgt meist symptomatisch: Schmerzmittel, Krankengymnastik, Einrenken.

Leiden Patienten bereits über einen längeren Zeitraum unter den o.g. Beschwerden, so werden sie von „normalen“ Ärzten oft nicht mehr ernst genommen, aber auch Orthopäden verneinen häufig den möglichen Zusammenhang von Rückenbeschwerden und Fehlbiss.

Nur speziell ausgebildete Zahnärzte, Ärzte und Manualtherapeuten sind in der Lage, CMD zu erkennen und zu behandeln. Leider gibt es davon noch zu wenige. Das gilt auch für Zahnärzte. So kommt es häufig dazu, dass Patienten mit einfachen Zahn- oder so genannten Knirscherschienen versorgt werden, die meistens, wenn überhaupt, nur kurzfristig zu einer Linderung beitragen können. Daher ist es wichtig, einen gut ausgebildeten CMD-Spezialisten zu finden, da durch kausale Korrekturen im Mund-Kiefer-Bereich lange Leidenswege beendet bzw. vermieden werden können.

Eine spezielle CMD-Diagnostik und Behandlung wird von den gesetzlichen Krankenkassen meist nicht oder nur zu geringen Anteilen bezahlt.
Dennoch lohnt sich die Investition in die eigene Gesundheit besonders dann, wenn das Leiden schon lange besteht und es bereits zahlreiche erfolglose Therapieversuche gab.

Eine genaue CMD-Diagnostik ist die notwendige Voraussetzung für einen Behandlungserfolg.

Dazu gehören neben der kompletten Krankengeschichte eine symptomorientierte orthopädische Untersuchung, eine oral-orthopädische Untersuchung, eine Untersuchung des neuromusklulären Systems sowie spezifisch zahnärztliche Untersuchungen wie: Klinische Funktionsanalyse des Kausystems, Modellanalyse, spezielle bildgebende Verfahren, eine Biss- und Gelenkspositionsanalyse, evtl. auch EDV-gestützt.

Behandlungsmöglichkeiten bei CMD

Eine erfolgreiche Therapie muss individuell und Interdisziplinär angelegt sein. Daraus folgt eine enge Zusammenarbeit von Zahnärzten, Ärzten und Manualtherapeuten. Wichtig ist: Der Fehlbiss muß korrigiert und die Kiefergelenke sowie die korrespondierende Muskulatur müssen entlastet werden.

Häufig ist die Anfertigung einer COPA (= Craniomandibuläre Orthopädische Positionierungs-Apparatur) eine der ersten Maßnahmen. Meistens ist das eine spezielle Schiene, es kann aber auch ein kieferorthopädisches Gerät sein oder eine Prothese.

Je nach Symptomatik müssen neben den spezifisch zahnärztlichen Maßnahmen Physiotherapie, Osteopathie und Übungen zur Selbstbehandlung zum Einsatz kommen. Zusätzlich können spezielle Entspannungstherapien und/oder Psycho- therapie erforderlich sein.

Weitere Begleitbehandlungen

Da CMD häufig auch mit Herdgeschehen, Schwermetallbelastungen, Mineralstoff- und Vitaminmangel u.a. einhergeht, sind Sanierungsmaßnahmen wie Herdsanierung, Ausleitungstherapie, Mineralstoff- und Vitaminsubstitution, Ernährungsberatung und –umstellung u.a. erforderlich.

Dr. med. Carmen Kannengießer M.Sc.

 

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